Der Siedlungsbeginn in Grünebach ist nicht näher zu bestimmen. Unter den frühkeltischen Verhüttungsplätzen des 6. / 5. Jh. v. Chr. rund um Herdorf/Sieg werden 1952 von Heribert und Otto Kipping in Grünebach mit „Hohlgrünebach“, „Obere Hohlgrünebach“ und „Seifen rechts von Hohlgrünebach“ drei Fundstellen genannt (Westfälisches Wirtschaftsarchiv Dortmund, Bestand F65 Nr. 109).

Im Jahre 2012 wurden „auf der Müllert“ die Grundrisse von zwei historischen Langhäusern entdeckt, wovon eines ca. 60 Meter in der Länge und 6 Meter in der Breite misst.

Woher der Name Grünebach stammt, ist ebenfalls nicht eindeutig zu klären. Die in einer Festschrift des MGV Grünebach erstmals vertretene und mehrfach von dort übernommene Meinung, Grünebach sei nach dem kleinen Bach Hohlgrünebach (umgangssprachlich Seifen), der in Grünebach in die Heller mündet, benannt worden, ist nicht begründbar.

Im Urkataster von Grünebach aus dem Jahr 1831 wird der Hohlgrünebach einfach nur als ÑBachì ohne jeden Namen eingetragen. Der Bach wurde also später nach dem Dorf benannt und nicht umgekehrt.

Die Bezeichnung Grünbach könnte eventuell auf eine alte Richtstätte hindeuten. Im saynischen Mannbuch wird im Jahr 1475 der Name Gronenbach erwähnt. Der Schöffe Michel zu Grünebach hat 1576 die Freusburger gräfliche Kanzlei bewegen können, der unsrigen Gemein die Läutung der Dorfglocke zu verstatten. Das Dorfglöckchen hing auf dem Hirtenhaus, das 1704 abgerissen wurde.

Im Jahr 1746 wurde das Läuterecht schriftlich festgelegt und 1749 vom Amt Freusburg als Glockenbrief anerkannt und besiegelt. Das Dorfglöckchen läutete morgens um 6 Uhr, um 12 Uhr zum Mittagsgebet Engel des Herrn sowie abends um 18 Uhr und lies die Menschen innehalten.

Dies hat die Grünebacher besonders geprägt: seit 2007 beinhaltet das Grünebacher Wappen als Hauptkomponente ein überdimensional großes Dorfglöckchen. Im Jahre 2015 wurde unter Federführung von Altbürgermeister Siegfried Eicher der neue Glockenturm über dem Bendersplatz errichtet.

Am 1.5.2015 wurde der neue Grünebacher Glockenturm eingeweiht.

Durch die neue, am Hellerbach gelegene Eisenhütte, in der Spezialeisen bis in die 1960er Jahre hergestellt wurde, war Grünebach auch über die Region hinaus bekannt. In Grünebach wurde die Heller gestaut, damit der Hütte das zur Eisengewinnung benötigte Wasser über den Hüttengraben zugeführt werden konnte. Man geht davon aus, dass die neue Grünebacher Hütte nach 1607 gegründet wurde.

1741 wurde diese neue Hütte aus herrschaftlichem Besitz verkauft. Laut Urkataster war die Grünebacher Hütte (Eisenhütte mit Hammerwerk) 1861 im Besitz von Johann Peter Euteneuer (20. Juni 1876) & Consorten; der Schwiegervater von Johann Peter Euteneuer, sein Sohn sowie ein Enkel hiessen jeweils Christian.

Die noch heute bestehende, am Daadebach gelegene, Grünebacher Flurbezeichnung alte Hütte zeugt von einer noch älteren Hüttentradition. Es wird angenommen, dass die alte Hütte vor 1478 angelegt wurde. Die Grünebacher Hütte florierte bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg als Produzent von Spezialeisen.

Danach begann im Siegerland das Bergwerk- und Hüttensterben. So wurde auch die Grünebacher Hütte im Jahre 1963 geschlossen. Der historische Hochofen mit Raugemäuer wurde damals unter Denkmalschutz gestellt und kann noch heute auf dem ehemaligen Hüttengelände besichtigt werden.

Zu Grünebach waren im 19. Jahrhundert das Schulzimmer und die Hirtenwohnung unter einem Dach. Die Grünebacher Schüler wurden 1883 monatlich abwechselnd zu Grünebach und zu Sassenroth unterrichtet.

Die beiden Schulzimmer lagen ca. 1,5 km auseinander. Das Schulzimmer in Grünebach, in dem am 27. November 1883 laut Kreisschulinspektor Schwindt zusammen mit den Sassenrother Kindern 86 Schüler unterrichtet wurden,  war nur 35,4 qm groß. (Das Sassenrother Schulzimmer, wo der Unterricht im monatlichen Wechsel mit Grünebach stattfand, war immerhin 44 qm groß) Wegen der beengten Verhältnisse sowie aus anderen Gründen wurde 1893 in Grünebach eine neue Schule gebaut.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Kreuz auch aus dem Grünebacher Klassenzimmer entfernt. Daraufhin drehten sich die Schüler auf Anweisung des Lehrers beim morgendlichen Gebet zur Strafle hin, denn in einem Garten auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand ein weiteres Kreuz. Das Schulkreuz soll bis Kriegsende im Haus Weber am Ortseingang versteckt gewesen sein. Bis zum heutigen Tag hängt es wieder an seinem alten Ort im ehemaligen Klassenzimmer.

Während der Zeit des Nationalsozialismus kam Pfr. Ignaz Fuhrmann aus Betzdorf regelmäßig zu Fuß nach Grünebach, um in einem Privathaus, in der Schule war religiöse Unterrichtung bekanntlich verboten,  katholischen Religionsunterricht zu erteilen.

Nach dem Krieg bedankte sich Pfr. Fuhrmann in einer Urkunde mit den Worten: In schwerster Zeit, da das Kreuz und der Kath. Priester aus unseren Schulen verbannt waren, bot Familie Alfons Euteneuer, Grünebach, den Kindern der Gemeinde Grünebach ein Heim für die Seelsorgestunden, die in diesem Raume von April 1938 – Mai 1945 gehalten wurden.

Das Schulgebäude wird zurzeit von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt, die derzeit aus 20 aktiven Kameraden besteht.

Wirtschaftlich waren über Jahrhunderte die für das Siegerland typischen Haubergeì mit der gemeinschaftlichen Waldnutzung von grofler Bedeutung. Der den Ort umgebende Laubwald (Hauberg, hauptsächlich bestehend aus Birke, Buche und Eiche) wurde zur Brennholzgewinnung in 23-Jahre-Zyklen parzellenweise komplett abgeholzt. Im Laufe von 23 Jahren konnte sich die Parzelle jeweils regenerieren.

Zur Bewirtschaftung schlossen sich die Bürger zu Haubergsgenossenschaften zusammen, die heute noch bestehen, z.B. die Haubergsgenossenschaft Grünebach/Sassenroth, Wald, oder Hofhauberg (Richtung Sassenroth). Nach dem Holzeinschlag durften die Haubergsgenossen für ein Jahr Getreide auf den Waldflächen aussäen und ernten. In den entstandenen Lichtungen wuchs in den Folgejahren besonders stark der Gamander, der den Imkern des Dorfes die Honigtöpfe füllte.

Der im Siegerland betriebene Erzbergbau war in Grünebach nicht erfolgreich. Mehrere Stollen auf der Grünebacher Gemarkung zeugen von vergeblichen Mühen, Eisenerz oder Schiefer (Siegfried-Stollen in der Talstraße) abzubauen.

Bis in die Nachkriegszeit wurde in Grünebach an drei Stellen im Backes Brot gebacken: Im Unterdorf im Backes am Backesbüdchen, in einem Backes an der heutigen Friedhofstraße sowie in einem Backes hinter Meyers Werner’s Haus.

Im Krieg hungerte man nicht. Nach Kriegsende 1945 während der amerikanischen und später französischen Besatzung, so erzählen die alten Grünebacher, gab es jedoch Mangel an Nahrungsmitteln. In dieser Zeit fuhren junge Grünebacher Männer und Frauen zum Hamstern von Lebensmitteln ins Hessenland (z.B. nach Treysa bei Marburg), wo die Landwirte noch über Reserven verfügten.

Der Dorfbach Heller hat ein Einzugsgebiet von über 200 km was wiederum häufig zur Folge hatte, dass der Bach bei anhaltendem Regen sehr schnell stark ansteigen und über die Ufer treten konnte. In den Weiden an der Bahnunterführung befindet sich eine in Stein gemeißelte Markierung des Hochwassers vom 24. November 1890, die erahnen lässt, dass damals weite Teile des Dorfs überschwemmt waren. Für die alten Grünebacher war das Hochwasser wegen der Zerstörungen schlimmer als Feuersbrunst. Feuer konnte man löschen, gegen Hochwasser war kein Kraut gewachsen.

Der im Siegerland betriebene Erzbergbau war in Grünebach nicht erfolgreich. Mehrere Stollen auf der Grünebacher Gemarkung zeugen von vergeblichen Mühen, Eisenerz oder Schiefer (Siegfried-Stollen in der Talstraße) abzubauen.

Bis in die Nachkriegszeit wurde in Grünebach an drei Stellen im Backes Brot gebacken: Im Unterdorf im Backes am Backesbüdchen, in einem Backes an der heutigen Friedhofstraße sowie in einem Backes hinter Meyers Werner’s Haus.

Im Krieg hungerte man nicht. Nach Kriegsende 1945 während der amerikanischen und später französischen Besatzung, so erzählen die alten Grünebacher, gab es jedoch Mangel an Nahrungsmitteln. In dieser Zeit fuhren junge Grünebacher Männer und Frauen zum Hamstern von Lebensmitteln ins Hessenland (z.B. nach Treysa bei Marburg), wo die Landwirte noch über Reserven verfügten.

Der Dorfbach Heller hat ein Einzugsgebiet von über 200 km was wiederum häufig zur Folge hatte, dass der Bach bei anhaltendem Regen sehr schnell stark ansteigen und über die Ufer treten konnte. In den Weiden an der Bahnunterführung befindet sich eine in Stein gemeißelte Markierung des Hochwassers vom 24. November 1890, die erahnen lässt, dass damals weite Teile des Dorfs überschwemmt waren. Für die alten Grünebacher war das Hochwasser wegen der Zerstörungen schlimmer als Feuersbrunst. Feuer konnte man löschen, gegen Hochwasser war kein Kraut gewachsen.